Neue OZ: Kommentar zu Niederlande / Kunst / Kunstmarkt
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Bildung und Kultur | 2010-03-12 00:39:48

Neue OZ: Kommentar zu Niederlande / Kunst / Kunstmarkt

Osnabrück (ots) - Im Schatten der Blitzlichtgewitter

Alle reden vom Rekordpreis für die Giacometti-Plastik. Aber hinter
dem Hype wird das eigentliche Geschäft gemacht. Auch wenn
Spitzenwerke wie der "Schreitende Mann" mit unglaublich hohen Erlösen
die Öffentlichkeit faszinieren - viele andere Millionen fließen in
alte Meister und Antiquitäten. Werden die wirklich wichtigen
Transaktionen also eher im tiefen Schlagschatten der
Blitzlichtgewitter abgewickelt?

Der Trendbericht aus Maastricht bestärkt nicht nur den Eindruck,
dass Kunstkäufe vor allem in einer Atmosphäre der Diskretion getätigt
werden. Die Branchentendenz spricht in Zeiten der Krise vor allem für
eine Flucht in Sachwerte. Moderne Kunst taugt dafür nur bedingt,
zeitgenössische Kunst fast gar nicht. Antiquitäten und Bilder alter
Meister sprechen hingegen nicht allein den konservativen Geschmack
an, sie versprechen vor allem eine sichere Geldanlage.
Wertbeständigkeit ist derzeit Trumpf. Da mögen flotte Trendscouts
noch so sehr mit Zeitgeist locken. In Maastricht gilt unterdessen
allemal: lieber Hals als Hirst.  
 
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