WAZ: Fernsehpreise - Grimme entdeckt Spaß - Leitartikel von Jürgen Overkott
Artikel suchen
Themenwolke
Artikeldetails
Kategorie
Bildung und Kultur
Lokaler Bezug des Artikels
Essen (Niedersachsen) Informationen zu Essen Deutschland
Urheber des Artikels
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
zur Autorenhomepage
Musik und Kultur-News
Bildung und Kultur | 2010-03-12 00:40:00

WAZ: Fernsehpreise - Grimme entdeckt Spaß - Leitartikel von Jürgen Overkott

Essen (ots) - Das Grimme-Institut und seine unabhängige Jury haben
Qualitätsfernsehen gefördert, so lange sie Preise vergeben, und sie
vergeben die Trophäen schon ziemlich lange, dieses Jahr zum 46. Mal.
Qualitätsfernsehen - das stand sehr oft für tiefsinnige Fernsehspiele
und hintersinnige Dokumentationen. Scherz, Ironie, Satire wurden eher
beiläufig gewürdigt.
Das ändert sich jetzt. Mit Grimme-Preisen für Oliver Welkes
"heute-show" (ZDF) und "Ina Nacht" (ARD) honoriert die Jury den Mut
der Öffentlich-Rechtlichen, in der intelligenten Unterhaltung Neues
zu wagen - und das in der Krise, wo TV-Gewaltige Experimente
gemeinhin stärker meiden als Mäuse die Katze. Grimme indes entdeckt
den Spaß.
Ein weiteres Ausrufezeichen hat die Jury gesetzt, in dem sie
demonstrativ zwei Info-Formate des Privatfernsehens auszeichnete - in
Zeiten, wo sich mancher Buchhalter in der Branche die Nachrichten
sparen will. Bei N24 singen sie davon ein garstig' Lied.
Und noch eines: Sowohl die "Karawane der Hoffnung" im Rahmen von
"Galileo Spezial" bei ProSieben als auch die DSF-Doku "Tabubruch"
über schwule Fußballer zeigen, dass auch bei den Privaten gutes
Fernsehen machbar ist. Die Grimmes machen Mut - Filmemachern wie
Programm-Entscheidern.  
 
bearbeiten: WAZ: Fernsehpreise - Grimme entdeckt Spaß - Leitartikel von Jürgen Overkott
.
© 5.2.2012 - powered by EURIP.com
WAZ: Fernsehpreise - Grimme entdeckt Spaß - Leitartikel von Jürgen Overkott (Bildung und Kultur) [0.735855 sec]