Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zur Anklage gegen Kachelmann
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Bildung und Kultur | 2010-05-20 00:48:29

Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zur Anklage gegen Kachelmann

Bielefeld (ots) - Hat er oder hat er nicht? Die Frage, ob Jörg
Kachelmann seine Ex-Lebensgefährtin mit dem Messer bedroht, verletzt
und vergewaltigt hat, ist noch nicht beantwortet. Der Wetterexperte
streitet die von der Frau angezeigte Tat nach wie vor ab. Bis zu
einer möglichen Verurteilung muss auch für Kachelmann die
Unschuldsvermutung gelten. Auch wenn das aufgrund der von der
Staatsanwaltschaft vorgelegten Indizien schwerfällt. Blut- und
DNA-Spuren am Messer, Schnittverletzung am Hals und Hämatome an den
Oberschenkeln der Frau weisen erst einmal darauf hin, dass die
schweren Vorwürfe der Wahrheit entsprechen könnten. Nachdenklich
stimmt zudem, dass die Anwälte des Fernsehmoderators in den zwei
Monaten der bisherigen Untersuchungshaft keine Haftprüfung erwirkt
haben. Über den Grund dafür lässt sich nur spekulieren. Angst vor
einer Vorverurteilung? Gern wird der Wetterexperte wohl kaum die
letzten zwei Monate in der Zelle geblieben sein. Wenn das Gericht
nun die Klage zulässt, wird auch ein Urteil gesprochen. Spätestens
dann steht fest, ob Kachelmann unschuldig ist oder nicht.  
 
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